Huawei bezieht Stellung zu US-Sanktionen

Huawei hat mittlerweile auf das US-Handelsembargo reagiert und die Sanktionen scharf kritisiert. Die US-Regierung hat am Freitag verkündet, Unternehmen dürften keine Produkte mit US-Chiptechnologie an das chinesische Unternehmen ausliefern. Von diesem Schritt ist besonders der Chip-Hersteller TSMC betroffen.

Huawei hat heute eine Stellungnahme zum verschärften US-Handelsembargo veröffentlicht. Am Freitag (16. Mai) hat die US-Regierung angekündigt, das Unternehmen keine Produkte mit US-Chiptechnologie ohne Erlaubnis des Handelsministeriums an die Chinesen ausliefern dürfen. Von diesen Einschränkungen sind auch die 114 Tochterunternehmen des Konzerns betroffen. Wie sieht die neue Regelung aus? Von den Einschränkungen sind alle Unternehmen betroffen, die US-Technologie (z.B. Maschinen) zur Chipherstellung nutzen. Der Chip-Hersteller TSMC ist vom Handelsembargo besonders betroffen.

Huawei
Keine Chips mit US-Technologie für Huawei (Bildquelle: 4G.de)

Bei TSMC hat man bereits reagiert und liefert keine Chips mehr an Huawei aus. Es werden nur noch Chips ausgeliefert, die sich vor dem vergangenen Freitag in der Produktion befanden. Ebenso dürfte noch Aufträge abgearbeitet werden, die bis zum Stichtag eingegangen sind.

Huawei zeigt sich besorgt über Entwicklung

Der chinesische Konzern zeigt sich besorgt über die aktuelle Entwicklung. In der Stellungnahme lehnt man die US-Sanktionen ab. Das Unternehmen befinde sich seit Mai 2019 unter Druck der US-Regierung. Trotz aller Widrigkeiten hätte man überlebt und das Geschäft wie auch die Entwicklung der eigenen Produkte weitergebracht.

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Die Schritte der US-Administration vom Freitag seien eine willkürliche Entscheidung und drohen der gesamten Branche global Schaden zuzufügen. Im Detail heißt es: „Diese neue Regel wird sich auf den Ausbau, die Wartung und den kontinuierlichen Betrieb von Netzen im Wert von Hunderten von Milliarden US-Dollar auswirken, die in mehr als 170 Ländern unsere Technologie nutzen. Dies wird sich auch auf die Kommunikationsdienste für die mehr als drei Milliarden Menschen auswirken, die Huawei-Produkte und -Dienste weltweit nutzen. […]. Diese Entscheidung der US-Regierung betrifft nicht nur Huawei. Dies wird schwerwiegende Auswirkungen auf eine Reihe globaler Industriebranchen haben.“ (Quelle: Pressemitteilung)

Huawei sucht nach Lösungen

Der chinesische Konzern erwartet, dass die eigenen Geschäfte unweigerlich betroffen sind und man sucht nach Lösungen. Das Unternehmen hat erste Konsequenzen gezogen. Aktuell findet in Shenzhen der Global Analyst Summit 2020 statt. Der Event wird nun deutlich kleiner gestaltet als zunächst geplant. Huawei hat am 18. Mai Journalisten informiert, dass alle Pressegespräche und Veranstaltungen mit Round Table ausfallen. Das Unternehmen möchte auf diese Weise sicherlich auch Fragen von Journalisten vermeiden, auf man zu diesem Zeitpunkt noch keine Antworten hat.

(Bildquelle Beitragsbild: 4G.de)

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Comments
  • Andreas
    Antworten

    Es ist schon bedauerlich, welche Probleme Huawei gemacht werden. Neu war mir, dass an die 3 Milliarden Menschen in verschiedenster Form Huawei nutzen. Nach wie vor sind Huawei Modelle gefragt, und gerade die Entwicklung immer neuer Huawei Smartphones geht trotz allem kräftig voran. Gott sei Dank, kann man nur sagen, insbesondere wenn man die weltpolitische Dimension betrachtet, die dieses kritische Thema aus dem gut recherchierten Artikel hat.

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