Huawei: Keine Top-Smartphones mehr für Europa?

Huawei-Chef Ren Zhengfei gab sein erstes Interview nach dem Amtseinritt des neuen US-Präsidenten Biden. Der CEO zeigte sich wenig zuversichtlich, dass die Sanktionen gegen den chinesischen Konzern aufgehoben werden. Da nicht genügend High-End-Chips zur Verfügung stünden, soll es für Europa keine Oberklasse-Smartphones geben.

Trump ist Geschichte und in den USA hat Präsident Biden übernommen. Kann Huawei auf eine Aufhebung der Sanktionen hoffen? Zu dieser Frage äußerte sich erstmals CEO Ren Zhengfei und zeigt sich wenig zuversichtlich. Auch unter Joe Biden würde das chinesische Unternehmen nach Auffassung von Zhengfei auf der Entity-Liste bleiben, wie es in der Pressemitteilung heißt. Der Huawei-Chef sei jedoch bereit für einen Dialog mit dem neuen US-Präsidenten.

Keine Top-Smartphones für Europa (Bildquelle: Huawei)

Zugleich stellte er klar, der Konzern habe keine Energie in einem politischen Strudel zu gelangen und will sich ausschließlich auf die Herstellung guter Produkte konzentrieren. Das Embargo der USA wirkt sich besonders negativ auf die Smartphone-Sparte von Huawei aus. Diese Sparte schrumpft, da nicht ausreichend High-End-Chips zur Verfügung stehen. Dies hat zur Folge, dass keine Oberklasse-Smartphones der Chinesen nach Europa kommen. Zugleich wies Zhengfei Spekulationen zurück, man wolle sich vollständig von der seiner Endgerätesparte trennen.

Keine Lockerungen für Huawei unter Biden zu erwarten

CEO Ren Zhengfei dürfte mit seiner Einschätzung richtig liegen. Bereits letzte Woche sagte die neue Handelsministerin Gina Raimondo, sie gehe davon aus, dass sich die Unternehmen zu Recht auf der Entity-Liste befinden und ein Risiko für die nationale Sicherheit darstellen. Die Tage äußerte sich auch Biden über seine Pressesprecherin zum chinesischen Konzern. Der US-Präsident sieht Huawei wie sein Vorgänger als eine Bedrohung für die Vereinigten Staaten.

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Vieles spricht dafür, dass sich an der aktuellen Situation nichts ändert und die Sanktionen erhalten bleiben. Neben Huawei dürfte sich auch die US-Chipindustrie enttäuscht zeigen. Der Verband SEMI der Chiphersteller machte sich zuletzt in einem Brief an Handelsministerin Raimondo für Lockerungen gegenüber dem chinesischen Unternehmen stark.

(Bildquelle Beitragsbild: 4G.de)

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