Huawei: Keine Lockerung der US-Sanktionen

Huawei hat unter dem neuen US-Präsidenten Biden auf eine Lockerung bei den Sanktionen gehofft. Äußerungen der zukünftigen Handelsministerin deuten jedoch darauf hin, dass sich für den chinesischen Konzern nichts ändert. Ministerin Raimondo will die Entity-Lister unverändert lassen.

Nach der Wahlniederlage von Donald Trump hofft Huawei auf eine Lockerung der Sanktionen. Der neue Präsident Biden hat schließlich eine völlig neue Politik angekündigt. Doch bei der Politik gegenüber China wird sich wohl nicht viel ändern. Die zukünftige Handelsministerin Gina Raimondo hat angekündigt, die Unternehmen auf der Entity-Liste beizubehalten, wie Bloomberg berichtet. Sie gehe davon aus, dass die Konzerne zu Recht auf der Liste stehen und ein Risiko für die nationale Sicherheit oder internationale Beziehungen darstellen.

Das Mate 30 Pro aufgrund des Embargos ohne Android Apps (Bildquelle: Huawei)

Gina Raimondo ging ausdrücklich nicht auf  Huawei ein, sondern sprach allgemein von den Unternehmen auf der Entity-Liste. Doch nach der Äußerung der Ministerin dürfte sich der chinesische Netzwerkausrüster keine zu große Hoffnung machen. Sie sei zwar bereit, die Einwände der einzelnen Unternehmen anzuhören, doch es dürfte sich nicht viel ändern.

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Auch 2021 wird ein schweres Jahr für Huawei. Aktuell drohen dem chinesischen Hersteller die Kirin-Chips auszugehen, da man aufgrund der US-Sanktionen nicht mit Auftragsfertigern zusammenarbeiten darf, die US-Technologie nutzen.

US-Chipindustrie macht sich für Lockerungen gegenüber Huawei stark

Ende Januar 2021 bestand noch Hoffnung, dass die neue US-Administration die Sanktionen gegen Huawei lockert. Auch die US-Chipindustrie hat sich für eine Lockerung stark gemacht. In einem offenen Brief an die zukünftige Wirtschaftsministerin hat sich der Branchenverband SEMI gegen das Embargo ausgesprochen. Die Sanktionen seien laut SEMI-Präsident Aji Manocha ohne Abstimmung mit der Branche und ohne eine klare Strategie erfolgt. Dieser Ruf dürfte ungehört bleiben, die getroffenen Entscheidungen scheinen unumkehrbar.

Noch 2019 sah die Zukunft für Huawei rosig aus. Es schien nur eine Frage der Zeit, bis der chinesische Smartphone-Hersteller Platz 1 bei den Handy-Verkäufen weltweit einnehmen würde. Mit ihren Endgeräten konnten die Chinesen voll überzeugen. Im Mai 2019 erfolgten die ersten Sanktionen gegen das Unternehmen und wurden in der Folgezeit immer weiter verschärft. Für 2021 soll Huawei laut TrendForce nur noch 45 Millionen aufgrund fehlender Komponenten verkaufen, was einen dramatischen Einbruch bedeuten würde. 2020 verkauften die Chinesen noch170 Millionen Geräte.

(Bildquelle Beitragsbild: 4G.de)

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