HSDPA Geschwindigkeit – Was kann HSDPA?

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Es war zwar ein langer Weg bis zum HSDPA, aber glücklicher Weise dauerte er nur wenige Jahre. Und obwohl diese Technologie heute täglich unzählige Male genutzt wird, wissen doch nur die Experten, was sich dahinter verbirgt. Das soll sich mit den nächsten Zeilen ändern.

Entwicklung

Noch vor wenigen Jahren arbeiteten die Mobiltelefone ausschließlich mit dem GSM-Netz. Dieses digitale Übertragungsverfahren ermöglichte nicht nur die flächendeckende Kommunikation, es übernahm auch die für die Handynutzung notwendigen zusätzlichen Aufgaben, wie die Bestimmung des aktuellen Standortes (= Funkzelle), die Teilnehmererkennung oder das Suchen der optimalen (= schnellsten) Verbindung.

Schnell, schneller, HSDPA

Mit dem Aufkommen der Multimedia-Geräte reichte aber das GSM-Netz nicht mehr aus, weil die Möglichkeiten hinsichtlich der Datenmengen schnell an ihre Grenzen stießen. Folge war das UMTS-Mobilfunknetz, dessen Lizenzen im Sommer 2000 für rund 50 Milliarden Euro an die Provider versteigert wurden. Das erweiterte die mobile Kommunikation erheblich und machte beispielsweise das Chatten, das mobile Surfen oder auch Positionsbestimmungen per Satellit erst möglich. Da aber die Datenmengen immer größer wurden, folgte als Bestandteil der UMTS-Übertragungstechnik der so genannte HSDPA-Modus.

Funktionsweise

Um eine höhere Datenrate zu erreichen, bietet der HSDPA-Modus mehrere Möglichkeiten. So können die einzelnen Datenpakete nicht mehr separat, sondern durch eine spezielle Codierung gleichzeitig verschickt bzw. empfangen werden. Auch werden zum Senden und Empfangen nun zwei unterschiedliche Kanäle genutzt, was beide Funktionen gleichzeitig erlaubt. Denkbar ist ferner ein zeitversetztes Senden der Informationen nacheinander, wobei man sich hier im Bereich der Millisekunden bewegt. Und auch die bisherige komplette Form der Nachrichten (Header, Codierung, Textteil) kann geändert werden, was die Geschwindigkeit im HSDPA-Modus ebenfalls erhöht. Außerdem benötigen die UMTS-Stationen mit etwa 0,2 Watt nur einen Bruchteil der Leistung, die für das GSM-Netz notwendig ist (2 Watt).

Was bringt HSDPA?

Zunächst einmal ganz klar Geschwindigkeit. Lagen die Übertragungsraten beim „einfachen“ UMTS noch bei 384 Kbit in einer Sekunde, erhöht sich die HSDPA-Geschwindigkeit auf rund 7,2 Mbit/s, was einer Erhöhung um knapp das 19-fache gleichkommt. Ein Datenaustausch in dieser Größenordnung ist beispielsweise bei Video-Konferenzen auf dem Handy, beim Handy-TV per DVB-H oder für die Übertragung großer Datenmengen (Filme, Games etc.) unabdingbar. Doch auch HSDPA wird angesichts der steigenden Anforderungen nur als eine Zwischenlösung in die Mobilfunkgeschichte eingehen, denn der Nachfolger LTE (=Long Term Evolution) steht bereits in den Startlöchern.

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Showing 2 comments
  • admin
    Antworten

    Hallo Wieneke,
    danke für Ihr Feedback. Die Infos zur HSDPA Geschwndigkeit (bei Eplus und den anderen Netzen) stammen von den Netzbetreibern. Es kann natürlich sein, dass dort andere Werte ausgegeben werden, als sie in der Realität verfügbar sind. Grundsätzlich heißen wir es aber für gut, wenn die Netzbetreiber eher defensiv mit Versprechungen bzgl. der UMTS / HSDPA Verfügbarkeit / Geschwindigkeit umgehen.
    Danke!
    Ihr Team von hsdpa-umts-verfuegbarkeit.de

  • Wieneke
    Antworten

    Ihr HSDPA-Check hat, zumindestens, was das E-Plus Netz betrifft, absolut nichts mehr mit der Realität zu tun. Auch in vielen mittelgroßen Städten bin ich mit E-Plus längst mit UMTS/HSDPA verbunden, wo lt. Ihrer Auskunft nur EDGE verfügbar ist. Was nützt so eine Seite, z.B. bei einer Kaufentscheidung, wenn sie offensichtlich inkorrekte Angaben macht?

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