Gericht verbietet o2-Werbern Falschbehauptungen am Telefon

o2-Kundenwerber dürfen keine Falschbehauptungen am Telefon über Mitbewerber im Umlauf bringen. Das Oberlandesgericht München gab damit der Deutschen Telekom bei einer Klage Recht. Kundenwerber von o2 hatten in Einzelfällen bei Telekom-Kunden angerufen und wollte diese zu einem Vertragswechsel bewegen.

Das Oberlandesgericht München hat Kundenwerbern von o2 Falschbehaupten am Telefon über Konkurrenten untersagt. Geklagt hatte die Deutsche Telekom bereits in zweiter Instanz. Was war konkret passiert? o2-Kundenwerber hatten Telekom-Kunden angerufen und wollten diese durch falsche Aussagen zu einem Vertragswechsel bewegen. So hieß es von einem der Werber, die Deutsche Telekom würde den Anschluss in Zukunft nicht mehr bedienen. Noch dreister war ein anderer Kundenwerber und behauptete: Es gäbe ein neues Gesetz, Telefon- und Internetanschluss dürfen nicht mehr von zwei unterschiedlichen Anbietern kommen.

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o2-Werber sorgten für Ärger bei Telekom-Kunden (© Jacob Lund – stock.adobe.com)

Die verunsicherten Kunden riefen daraufhin bei der Telekom an, was dem Bonner Netzbetreiber zu einer Unterlassungsklage bewegt. Die Telekom hatte bereits in erster Instanz gewonnen. Dagegen hatte Telefónica Deutschland Berufung eingelegt und darauf verwiesen, dass es sich bei den Falschbehauptungen nur um Einzelfälle handele. Dazu versuchte der o2-Anwalt die Glaubwürdigkeit einer Zeugin in Frage zu stellen. Die Richter folgten nicht der Argumentation des Anwalts. Sie machten kurzen Prozess und verkündeten nach einer Verhandlungszeit von 30 Minuten das Urteil zugunsten der Deutschen Telekom.

Erneut schlechte Presse für o2

Bei den Falschbehauptungen der Kundenwerber handelte sich wohlgemerkt nur um Einzelfälle. Für Telefónica Deutschland bedeutet das Urteil vor allem schlechte Presse. Zahlreiche Medien berichten über die Unterlassungserklärung des Oberlandesgerichts München. Der Netzbetreiber kommt seit einiger Zeit nicht aus den negativen Schlagzeilen raus. Man denke an die Probleme mit der Kundenhotline (schlechte Erreichbarkeit) von Telefónica Deutschland, hierüber wurde in den letzten Monaten mehrfach berichtet.

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Auch bei den aktuellen Netztests von Chip und Connect schnitt der Münchner Netzbetreiber nicht gut ab. Telefónica Deutschland nannte die laufende Netzintegration als Begründung für die schlechten Ergebnisse. Nach dem Abschluss der Netzintegration im kommenden Jahr erwarte die Kunden ein Top-Netz.

(Bildquelle Beitragsbild: Telefónica Deutschland)

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