Freenet warnt vor Abschaltung von 3G

Freenet hat vor einer Abschaltung von 3G gewarnt. Die Netzbetreiber bauen die Mobilfunktechnologie der dritten Generation aktuell zurück. So würde es mehr Funklöcher in Deutschland geben, schließlich surfen viele Kunden noch immer nicht mit LTE. Bis zur endgültigen Abschaltung von 3G dauert es jedoch noch etwas.

Vor etwa acht Jahren sind die deutschen Netzbetreiber mit LTE gestartet. 4G hat seit einiger Zeit den Massenmarkt erreicht. Die Vorgängertechnologie 3G hat  jedoch nicht so stark an Bedeutung verloren, wie es mancher Experte vor einigen Jahren erwartet hat. Der Grund ist einfach: Deutsche Telekom und Vodafone öffnen ihr LTE-Netz (sieht man von Ausnahmen ab) nicht für Mobilfunkdiscounter. Zahlreiche Kunden der Discounter surfen heute  weiterhin mit HSDPA oder HSPA.

3G
Freenet warnt vor der 3G-Abschaltung (Bildquelle: istockphoto.com, Jens Tandler)

Freenet warnt nun vor einer Abschaltung von 3G. Die Netzbetreiber bauen aktuell die Mobilfunktechnologie zurück. So nutzt zum Beispiel o2 in immer mehr Regionen die UMTS-Frequenz mit 2100-MHz nun für LTE. Eine Abschaltung des 4G-Vorgängers würde nach der Ansicht des Discounters zu mehr Funklöchern in Deutschland führen. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen teilte Freenet mit: „Diese vielen Kunden ohne LTE-Tarif sind auf veraltete UMTS-Netze angewiesen, die immer größere Lücken aufweisen, weil die Betreiber sie zurückbauen. So könnten die weißen Flecken sogar noch größer werden, bevor es besser wird.“ (Quelle: FAZ) Nach der Einschätzung des Mobilfunkdiscounters nutzen heute 60 bis 70 Prozent der Kunden immer noch kein LTE.

Freenet geht es um einen Zugang zu 5G

Bis die deutschen Netzbetreiber 3G komplett abschalten, dürfte noch einige Zeit vergehen. Die Telekom garantiert in ihren AGB die Mobilfunktechnologie der dritten Generation bis Ende 2020. Vodafone hat angekündigt den 4G-Vorgänger im Jahr 2020 oder 2021 abzuschalten. Telefónica Deutschland nennt keinen Termin. Freenet dürfte Anfang 2019 nicht so sehr mit der Abschaltung von 3G besorgt sein, vielmehr geht es um den Zugang zu 5G.

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Der Discounter möchte eine ähnliche Situation wie bei LTE vermeiden und sich den Zugang zur kommenden Mobilfunktechnologie sichern. Man macht sich so kurz vor der 5G-Auktion für eine Diensteanbieterverpflichtung stark. Bei der kommenden Mobilfunktechnologie dürfen nicht die gleichen Fehler gemacht werden wie bei 4G. Nur durch eine Öffnung der Netze könnten dazu im Mobilfunk attraktive Preise gewährleistet werden.

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Comments
  • Dan
    Antworten

    Meiner Erfahrung nach wird das Netz nicht „zurückgebaut“, sondern das Spektrum umgewidmet. Es entstehen also keine Funklöcher, die vorher nicht da waren. Zudem läuft 3G weiterhin neben 4G, wenn auch mit weniger Bandbreite. Eine Versorgung für die 3G-only-Kunden ist somit trotzdem gegeben. Daher halte ich die Bedenken von Freenet – zum jetzigen Zeitpunk – für unbegründet.

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