Ericsson Studie: Was erwarten Verbraucher von 5G?

Was erwarten Kunden von 5G? Diese Fragstellung untersuchte Ericsson in der bisher größten Verbraucherstudie zum 4G-Nachfolger. Der Netzwerkausrüster befragte 14.000 iPhone- und Android-Nutzer (15 bis 65 Jahren) in 14 Ländern auf allen Kontinenten. Die Studie formuliert sechs Forderungen der Verbraucher an die Netzbetreiber.

„Towards a 5G consumer future“ heißt die Studie von Ericsson. Der Netzwerkausrüster wollte wissen, was die Verbraucher vom 4G-Nachfolger erwarten. Hierzu befragte man 14.000 iPhone und Android-Nutzer (15 bis 65 Jahre) in 14 Ländern auf allen Kontinenten. Die bisher umfangreichste Studie zu 5G kann Netzbetreiber weltweit helfen, ihre Mobilfunk-Produkte besser auf die Kunden abzustimmen.

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In den 14 Ländern wurden in Nutzer zu 5G befragt (Bildquelle: Ericsson)

Als Fazit ihrer Studie formuliert Ericsson sechs Forderungen der Verbraucher an die Netzbetreiber. Das Infoportal 4G.de fasst die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammen.

Transparente Tarife, unbeschränktes Surfen  und GB als Währung

Die Kunden wünschen sich von den Netzbetreibern in Zukunft transparentere Tarife. Sechs von zehn Verbrauchern sind die aktuellen Datenpläne zu komplex. Die Präsentation der Tarife online gefällt drei von zehn Kunden nicht. In der zweiten Forderung geht es um unbegrenztes Surfen. Die zukünftigen 5G-Tarifen soll nicht einfach mehr Datenvolumen bieten, sondern es geht den Nutzern vielmehr darum, das Gefühl von unbeschränktem Surfen zu haben. Dieses Gefühl können Netzbetreiber zum Beispiel durch Zero Rating Angebote vermitteln. Die Deutsche Telekom hat wiederholt betont, dass sich StreamOn einer großen Beliebtheit bei den Nutzern erfreut. Offenbar vermittelt das Zero Rating Angebot den Nutzern das Erlebnis von unbeschränkten Surfen.

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Im 5G-Zeitalter wollen zwei von fünf Verbrauchern Datenvolumen als Währungen nutzen können. Es soll in Zukunft die Möglichkeit geben, gespartes Inklusivvolumen zu verschenken oder damit zu handeln, heißt es bei der dritten Forderung der Ericsson Studie zur Mobilfunktechnlogie der fünften Generation.

Personalisierte Datenpläne, Zusatznutzen von 5G, Netzerfahrung kommunizieren

Auch die vierte Forderung zeigt, dass für viele Verbraucher große Datenvolumen nicht im Fokus stehen, ebenso sind hohe Übertragungsraten für viele Kunden nicht so wichtig. Vielmehr wünschen sich zahlreiche Verbraucher personalisierte Datenpläne. Die fünfte Forderung verdeutlicht, dass Mobilfunknutzer den 4G-Nachfolger eine hohe Bedeutung beimessen. 76 Prozent der Verbraucher wollen in Zukunft 5G-Dienstleistungen in Anspruch nehmen und erwarten dazu einen zusätzlichen Nutzen von der Mobilfunktechnologie. Ein Drittel der Befragten erwartet, dass 5G mehr Möglichkeiten eröffnet als nur hohe Übertragungsraten und eine gute Netzabdeckung. Eine wichtige Anwendungsmöglichkeit der Zukunft erwarten die Befragten mit dem Internet der Dinge.

In der letzten Forderung geht es um die Bewerbung von 5G. Die Nutzer wünschen sich keine haltlosen Marketing-Slogans. Die Netzbetreiber sollen bei der Werbung den Nutzen der Technologie in den Vordergrund stellen. Die Anbieter sollen weiterhin die tatsächliche Netzerfahrungen mit dem 4G-Nachfolger kommunizieren und den Wahrheitsgehalt des Marketings erhöhen.

5G-Studie für Netzbetreiber wertvoll

Die Ericsson Studie dürfte für viele Netzbetreiber weltweit interessant sein. Es handelt sich um die bisher größte Befragung zum 4G-Nachfolger. Über eine Analyse der Forderungen können die Anbieter passende 5G-Produkte für die Zukunft entwickeln. Einige der Ergebnisse der Untersuchungen zeigen auch, dass es sich um eine internationale Studie handelt. Die Befragten äußern häufiger, hohe Datenvolumen würde für sie nicht im Vordergrund stehen. Würde man sich die Ergebnisse für jedes Land gesondert anschauen, dürften die sechs Forderungen sicherlich etwas anders ausfallen.

(Bildquelle Beitragsbild: © iaremenko – stock.adobe.com)

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