E-Plus startet LTE-Feldtests

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Während die Konkurrenz schon mit LTE-Tarifen auf dem Markt ist, testet der Anbieter E-Plus seit einigen Wochen LTE in einzelnen Regionen. Die LTE-Feldtests erfolgen aktuell in Düsseldorf (2,6 GHz-Frequenzbereich), im niederrheinischen Wachtendonk (1,8 GHz-Frequenz) und in Cloppenburg (2,1 GHz-Frequenz). Dabei sind die Tests noch rein technischer Natur, worin auch keine Testkunden eingebunden sind. Das Unternehmen möchte sich mit den Feldtests in Zukunft für LTE bereithalten. Gleichzeitig ist dabei nicht zu erwarten, dass E-Plus in nächster Zeit mit einem eigenen LTE-Tarif auf dem Markt kommt, denn beim Düsseldorfer Mobilfunkanbieter setzt man auf eine andere Strategie.

E-Plus setzte in Zukunft auf HSPA+

Bei E-Plus glaubt man nicht an einen schnellen und zusammenhängenden Ausbau des LTE-Netzes und spricht hingegen von verstreuten LTE-Standorten bei allen Anbietern. Ebenso zweifelt man an geeigneten und kostengünstigen Endgeräten für LTE in naher Zukunft. So rechnet E-Plus mit einem Massenmarkt für LTE gar erst im Jahr 2015. Deshalb setzt man dort in Zukunft auf HSPA+, was ein mobiles Surfen von bis zu 21,6 Mbit/s ermöglicht. Und sicherlich wäre dies für die Bewohner der sogenannten „Weißen Flecken“ eine mehr als willkommene Geschwindigkeit beim Surfen.

E-Plus baut sein Netz kontinuierlich aus

Bereits 80 Prozent seines Netzes hat E-Plus von UMTS auf HSDPA mit einer Geschwindigkeit von bis zu 7,2 Mbit/s ausgebaut. Täglich kämen laut E-Plus zahlreiche Sendestationen hinzu. Ein Ausbau auf HSPA+ wird dabei kontinuierlich vorangetrieben. Der Mobilfunkanbieter möchte dabei nach eigenen Angaben „bis Ende 2012 das beste Datennetz aus Kundensicht“ anbieten. So geht E-Plus also einen ganz anderen Weg als die Konkurrenz mit LTE.

LTE oder HSPA+

Viele sind heute sicher, dass sich LTE in Zukunft durchsetzen und zum bestimmenden Standard beim mobilen Surfen wird. Dabei hängt es jedoch auch maßgeblich davon ab, wie schnell und technisch erfolgreich der LTE-Ausbau in Zukunft erfolgt. Sicher ist, dass viele Bewohner in den ländlichen Regionen gerne auf ein entsprechendes Angebot von HSPA+ mit bis zu 21,6 Mbit/s zurückgreifen würden, wenn die schnellere Variante LTE noch nicht zur Verfügung steht. So darf man auf die weiteren Entwicklungen gespannt sein.

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