Digitale Dividende II: 700-MHz ab 2017 für LTE

700-MHz

Ab 2017 steht 700-MHz für LTE zur Verfügung

Bekanntlich möchte die Bundesregierung die Frequenzen mit 700-MHz in Zukunft für den LTE-Ausbau in ländlichen Regionen nutzen. Diese Pläne hat man in der gestern vorgestellten Digitalen Agenda noch einmal bekräftigt. Doch die Frequenzen der sogenannten Digitalen Dividende II könnten nun viel früher als geplant für den Mobilfunk frei werden. Ging man noch vor kurzem von 2020 oder frühesten 2019 als Datum aus, möchte die Bundesregierung die Nutzung von 700-MHz für Mobilfunktechnologie der vierten Generation offenbar beschleunigen und bereits 2017 ermöglichen. Dies geht aus einem Umsetzungsplan der Regierung hervor, der dem Handelsblatt vorliegt. Das Frequenzspektrum mit 700-MHz wird aktuell von den Rundfunkanstalten für DVB-T genutzt. Ein Umstieg auf DVB-T2 müsste somit bald erfolgen.

Dieser ambitionierte Zeitplan lässt sich jedoch nur durchsetzen, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. So muss die Bundesnetzagentur die Vergabe der Frequenzen mit 700-MHz bis Ende 2014 in die Wege leiten. Dazu müsste man schnell die medienrechtlich Voraussetzungen für DVB-T2 schaffen. Eine Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 könnte dann im Jahr 2016 erfolgen. Zusätzlich sind bis 2017 Verhandlungen mit den Nachbarländern notwendig, damit 700-MHz auch in den Grenzregionen zum Einsatz kommen kann, dann dort wird das Frequenzband teilweise auch für DVB-T genutzt. Dieses Problem gab es bereits bei der Digitalen Dividende I und 800-MHz in grenznahen Regionen.

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Marius Pieruschka
Als ausgewiesener LTE-Fachmann auf 4G.de aktiv.
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