Das Sterben der Discounter? Drillisch stellt discoSurf ein

Drillisch hat offenbar die Marke discoSurf eingestellt. Wer die Seite des Discounters aufruft, landet auf einer Internetseite von eteleon. discoSurf ist nicht der erste Mobilfunkdiscounter, der in diesem Jahr einstellt wurde. Davor hat es BigSIM erwischt. Gibt es ein Sterben der Discounter im Mobilfunk?

Drillisch hat offenbar das Ende der Marke discoSurf eingeläutet. Ruft man die Internetseite des Mobilfunkdiscounters auf, landet man auf mein.etelon.de. Bestandskunden haben über diese Seite einen Zugang zur persönlichen Servicewelt und können weiterhin mit ihrem discoSurf-Tarif telefonieren und surfen. Neukunden dürfen mehr keine Tarife der Drillisch Marke buchen. Über den Button „Tarife“ gelangt der Nutzer zu Angeboten von winSIM und PremiumSIM. Das Fachportal teltarif.de hat kürzlich auf die Einstellung der Marke hingewiesen.

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Ruft man die Seite von Discosurf auf, wird man umgeleitet (Bildquelle: etelon)

discoSurf ist nicht der erste Mobilfunkdiscounter, der in diesem Jahr eingestellt wurde. Bereits Anfang August läutete Drillisch das Ende von BigSIM ein. Auch hier ändert sich für die Bestandskunden vorerst nichts, es werden jedoch mehr keine Tarife vermarktet. Doch nicht nur die Maintaler dünnen ihr Angebot aus. Vieles spricht dafür, dass Telefónica Deutschland das Ende von BASE beschlossen hat. Seite Mai 2018 lassen sich mehr keine Tarife auf der Seite der alten E-Plus-Marke buchen. Ruft man die Seite auf, steht der Online-Shop von BASE wegen technischer Arbeiten nicht zur Verfügung. Telefónica Deutschland dementiert wiederum das Ende von BASE und verweist auf die Umstellung der Seite.

Einen weiteren Discounter hatte es bereits im Januar 2017 mit Simyo erwischt. Viele Kunden waren traurig, dass der Pionier der Mobilfunkdiscounter eingestellt wurde. Ehemalige Kunden wurden Anfang 2017 auf die Marke Blau umgestellt. Ohne Zweifel, die Marken auf dem Mobilfunkmarkt werden weniger.

Situation für Mobilfunkdiscounter im o2-Netz komplizierter

Nun muss man auch sagen, BigSIM und Discosurf waren nie die ganz großen Drillisch Marken. Es mag dazu sinnvoll sein, sich auf weniger Mobilfunkdiscounter zu konzentrieren. Doch das Ende von zwei Marken in so kurzer Zeit ist durchaus bemerkenswert. Es ist schwieriger geworden für die Mobilfunkdiscounter von Drillisch. Das o2-Netz hat nicht den besten Ruf, viele Kunden beklagen sich über eine schlechte Netzqualität und Funklöcher auf dem Land.

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Seit März 2018 bieten auch Marken wie Congstar und Klarmobil einen Zugang zum LTE-Netz der Telekom. Wer Vodafone als Netzbetreiber bevorzugt, kann sich für einen 4G-Tarif bei otelo entscheiden. Weiterhin darf man nicht übersehen, dass die Prepaid-Tarife der Netzbetreiber immer attraktiver werden. Kunden surfen bei diesen Prepaid-Tarifen mit LTE Max. Diese Entwicklung macht das Leben der Drillisch Discounter im o2-Netz nicht einfacher.

Im Mai 2018 hatte das Infoportal 4G.de schon einmal die Frage gestellt, ob sich die Mobilfunkdiscounter in der Krise befinden. Die Zeit der attraktiven Angebot bei den Discounter ist vorbei. Aktionstarife wie einst von simply mit 15 GB Datenvolumen und eine Übertragungsrate von bis zu 225 Mbit/s gibt es heute nicht mehr. Mit einem solchen Angebot startete der Discounter für gerade einmal 24,99 Euro monatlich im September 2017. Heute gibt es vielmehr eine Vielzahl von Anbieter mit sehr ähnlichen Mobilfunktarifen. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass einzelne Marken eingestellt werden. Das Ende weiterer Discounter könnte durchaus folgen.

(Bildquelle: istockphoto.com, Yuri Arcurs)

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