CeBIT 2016: Vodafone stellt Hybrid vor

Vodafone hat auf der CeBIT 2016 Hybrid vorgestellt. Die Technologie soll die Bandbreiten von Kabelinternet und Mobilfunk bündeln. Mit der Hybrid-Technologie sind in Zukunft bis zu 1 Gbit/s möglich. Der Netzbetreiber hat in Hannover bei der Hardware nur einen Prototyp vorgestellt. Es wird noch etwas dauern, bis ein Hybrid-Router marktreif ist.

In Hannover hat die CeBIT (14. bis 18. März 2016) begonnen. Auf der Technologie-Messe zeigen wieder viele Aussteller wichtige Trends der Zukunft. Vodafone präsentiert an seinem Stand die Hybrid-Technologie. Hybrid des Düsseldorfers Netzbetreibers kann Bandbreiten von Kabelinternet und Mobilfunk (jeweils bis zu 500 Mbit/s) bündeln. In Zukunft sind so Übertragungsraten von bis zu 1 Gbit/s möglich. Auch höhere Surfgeschwindigkeiten sind mit der Hybrid-Technologie durchaus denkbar. Mit Hybrid dürften dazu Netzausfälle in Zukunft mehr kein Problem sein, fällt etwa das Mobilfunknetz aus, kann man noch Kabel nutzen. Vodafone präsentiert auf der CeBIT bei der Hardware einen Prototyp bzw. behilft sich mit zwei Geräten. Dabei kommen eine Fritzbox mit Kabelmodem und ein LTE-Router von Neatgear zum Einsatz.

CeBIT

Bei Vodafone arbietet man an der Hybrid-Technologie (Bildquelle: Vodafone)

Bis die Hybrid-Technologie des Düsseldorfers Netzbetreibers zum Einsatz kommt, wird es noch etwas dauern. Vodafone gab auf der CeBIT bekannt, dass eine Ausschreibung für den Bau der Hardware bereits laufe. Mögliche Kandidaten für die Herstellung des Routers sind AVM, Huawei und Viprinet. Weiterhin muss Vodafone noch seine Übertragungsraten im Kabelnetz und Mobilfunk steigern, damit man die gewünschten bis zu 500 Mbit/s zur Bündelung erreicht. Auf der CeBIT in Hannover hat das Unternehmen schon einmal neue Kabeltarife mit bis zu 400 Mbit/s angekündigt. Das Mobilfunknetz möchte Vodafone noch 2016 kräftig ausbauen. Im Laufe des Jahres sollen dann Übertragungsraten von bis zu 750 Mbit/s möglich sein, wie Vodafone-Chef Ametsreiter bereits im Dezember 2015 angekündigte.

Hybrid-Technologie der Telekom mit anderer Zielgruppe

Die Deutsche Telekom hatte Ende November 2014 ihren Router Speedport Hybrid vorgestellt. Zuerst startete man in einzelnen Bundesländern mit der Technologie. Seit März 2015 kann man deutschlandweit Magenta Zuhause Hybrid der Deutschen Telekom buchen. Das Angebot bündelt DSL und LTE. Die Hybrid-Tarife der Telekom werden nicht gedrosselt und haben die Menschen auf dem Land als Zielgruppe.

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Die Hybrid-Technologie, welchen Vodafone auf der CeBIT 2016 in Hannover präsentiert, dürfte in Zukunft hingegen eine ganze andere Zielgruppe haben. Hiermit möchte man Nutzer in den Großstädten ansprechen und bereits schnelles Internet noch schneller machen. Wir sprechen hier von rasanten Übertragungsraten von 1 Gbit/s und mehr. Spannend dürfte die Frage sein, ob man die auf der CeBIT präsentierte Technologie ungedrosselt nutzen kann und wie die Tarife in Zukunft aussehen.

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Marius Pieruschka
Als ausgewiesener LTE-Fachmann auf 4G.de aktiv.
Empfohlene Beiträge
Showing 2 comments
  • Colin
    Antworten

    Die sollten lieber mal zusehen,dass alle Ländlicheren gegenden auch 100-200k Leitungen verlegt bekommen…. mit dem Hybrid ,welches immer noch nicht für alle Ländlichen Gegenden verfügbar ist wenn das Gebiet nicht mit LTE abgedeckt ist, zögern sie die einzig richtige Lösung nur weiter heraus

  • anton
    Antworten

    wenn das mal klappt.

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