Bundesnetzagentur: Mobilfunksender einfach ermitteln

Wer den nächsten Mobilfunksender ermitteln möchte, kann dies über die EMF-Datenbank der Bundesnetzagentur tun. Die Behörde zeigt auf einer Karte alle genehmigten Basisstationen an. Dazu liefert die Datenbank wichtige Informationen über die Richtung der Strahlung des Sendemastes. 4G.de erläutert, wie man die Informationen richtig interpretiert.

Immer wieder stellt sich für Mobilfunk-Nutzer die Frage, wo sich der nächste Mobilfunksender befindet. Dank der EMF-Datenbank (EMF für Elektromagnetische Felder) der Bundesnetzagentur kann man dies ganz leicht ermitteln. Auf einer Deutschlandkarte zeigt die Behörde alle genehmigten Standorte für Sendeantennen. Hierzu gibt man in die EMF-Datenbank seine vollständige Adresse ein. Darauf erscheint eine vergrößerte Karte mit allen Basisstationen in der Umgebung. Nun kann man den Mobilfunksender auswählen, welcher den eignen Wohnort am nächsten liegt. Die Karte lässt bis ins Detail vergrößern, so dass man den Standort der Sendeantenne sehr genau ermitteln kann.

Mobilfunksender

Die EMF-Datenbank der Bundesnetzagentur mit Sendeantennen (Bildquelle: Bundesnetzagentur)

Wir haben als Beispiel eine Adresse in einem Ortsteil an Rande von Göttingen genommen. An unserem Ort (blauer Punkt) kommt nur der Standort südwestlich infrage. Beim Eintrag südlich, handelt es sich nicht um eine „Sonstige Funkanlage“. Relevante Einträge werden von der Bundesnetzagentur mit Mobilfunk bezeichnet. Die EMF-Datenbank liefert für den für uns relevanten Mobilfunksender folgende Informationen. Doch wie sind die Daten zu interpretieren?

Mobilfunksender

Detatilierte Informationen zum Mobilfunksender in der Standortbescheinigung (Bildquelle: Bundesnetzagentur)

Am oben aufgeführten Standort befinden sich zwei Sektorantennen mit unterschiedlichen Sicherheitsabstanden. Üblich pro Antenne sind drei Sektoren wie bei einem Kleeblatt. Im Prinzip liegen pro Sektorantenne drei Funkzellen vor. Leider wird aus der Datenbank nicht ersichtlich, von welchem Netzbetreiber diese Antennen stammen. Die wichtigste Information ist sicherlich die Hauptstrahlrichtung (HSR). Liegt man nicht in der Hauptstrahlrichtung, verschlechtert sich der Empfang .Wer einem Mobilfunksender kritisch entgegensteht, wird sich wiederum freuen, wenn sein Wohnort nicht in der HRS liegt. Doch was besagen die 0,000, 120,00 und 240,00 in unserem Beispiel? Hierbei handelt es sich um Gradangaben der Bundesnetzagentur, um die genaue Ausrichtung des Sendemastes zu ermitteln.

Hauptstrahlrichtung beim Mobilfunksender ermitteln

Die Bundesnetzagentur bezeichnet mit 0 Grad den Norden, 90 Grad zeigen eine Strahlung genau in östlicher Richtung. 180 Grad stehen für Süden, während 270 Grad den Westen bezeichnen. Um die HSR bei einem Mobilfunksender zu bestimmen, hilft am besten ein Kreis mit 360 Grad. Darauf markiert man im Uhrzeigersinn die vier Himmelsrichtungen mit der entsprechenden Gradzahl 0, 90, 180 und 270. Nun kann man die drei genannten Werte der EMF-Datenbank grob in den Kreis eintragen und so die jeweilige Hauptstrahlrichtung ermitteln.

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Kommen wir zum Mobilfunksender in unserem konkreten Beispiel zurück. Die Hauptstrahlrichtung geht genau nach Norden (0,000) und grob nach Südosten (120,00) wie Südwesten (240). Unser fiktiver Wohnort liegt nordwestlich von der Basisstation nicht besonders günstig. Wer hier einen schlechten Mobilfunkempfang hat, sollte sich nicht wundern. Befindet man sich nämlich am Rand einer Funkzelle oder gar an der Zellengrenze, hat man kein gutes Empfangssignal im Mobilfunk.

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Marius Pieruschka
Als ausgewiesener LTE-Fachmann auf 4G.de aktiv.
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