Bundesnetzagentur: 77 Prozent der Haushalt mit 50 Mbit/s

Die Bundesnetzagentur hat ihren Tätigkeitsbericht für die Jahre 2016 und 2017 vorgestellt. Der Bericht liefert interessante Details zum Breitbandausbau. Die genannten Zahlen sind jedoch wenig erfreulich. Nur 36 Prozent der Haushalte in den ländlichen Regionen können auf 50 Mbit/s zugreifen, in den Städten sind es hingegen 90 Prozent.

In ihrem Tätigkeitsbericht für 2016 und 2017 hat die Bundesnetzagentur Zahlen und Fakten aus dem Bereich Telekommunikation vorgestellt. Der Bericht informiert zum Beispiel über den Stand beim Breitbandaus in Deutschland. Die Zahlen sind wenig erfreulich. Nur 36 Prozent der Haushalte auf dem Land können 50 Mbit/s nutzen, in den Städten liegt die Zahl immer hin bei 90 Prozent. Insgesamt sind in Deutschenland 77 Prozent der Haushalte mit 50 Mbit/s versorgt, heißt es in der Pressemitteilung der Bundesnetzagentur. Wir erinnern uns: Die Große Koalition hatte Breitbandziele für das Jahr 2018 festgelegt. Bis Ende 2018 soll es eine flächendeckende Versorgung mit 50 Mbit/s geben. Aktuell hat man besagte 77 Prozent erreicht. Die Bundesregierung glaubt weiterhin an die gesetzten Ziele. Zweifel sind allerdings erlaubt, ob die Breitbandziele bis Ende 2018 erreicht werden.

5G
Die Bundesnetzagentur hat bereits 5G im Blick. (© iaremenko – stock.adobe.com)

Die Bundesnetzagentur mahnt dazu, nicht strikt an einer Übertragungsrate von 50 Mbit/s festzuhalten. Immer mehr Haushalte und die Wirtschaft verlangen nach 100 Mbit/s. Etwa 13 Prozent der 32,5 Millionen Breitbandkunden buchen mittlerweile Anschlüsse mit solchen Kapazitäten. Dazu erinnert die Behörde in der Presseerklärung zum Tätigkeitsbericht daran, dass mobiles Internet immer mehr an Bedeutung gewinnt. 63 Millionen Kunden nutzen in Deutschland mittlerweile LTE oder UMTS. Die Bundesnetzagentur blickt auf die nächste Mobilfunktechnologie und wird das 5G-Frequenzspektrum im kommenden Jahr versteigern. Bei der Auktion möchte man zu den ersten Ländern in Europa gehören.

5G-Auktion könnten in Deutschland teuer werden

Auch in anderen Ländern wie Österreich oder Italien steht die Versteigerung der 5G-Frequenzen im kommenden Jahr an. Italien verhofft sich von der Auktion Einnahmen von 2,5 Mrd. Euro. In Deutschland plant der Staat mit deutlich höheren Einnahmen. Im August 2017 hat Bundesminister Alexander Dobrindt eine Prognose zu den Einnahmen der Auktion gegeben. Der Minister erwartet Einnahmen im zweistelligen Bereich. Seine Einschätzung begründet er damit, dass es sich um „sehr werthaltige Frequenzen“ handelt.

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Die Netzbetreiber sehen diese Einschätzung sicherlich mit Sorge. Telekom-Chef Timotheus Höttges hatte in der Vergangenheit immer wieder von einer teuren 5G-Auktion gewarnt. Fakt ist: Eine teure Versteigerung entzieht den Netzbetreibern nötige Investitionsmittel und dürfte den Ausbau des 4G-Nachfolgers bremsen. Dies wäre nicht im Sinne der Bundesnetzagentur. Die Behörde mahnt zu einem möglichst schnellen 5G-Ausbau in Deutschland.

(Bildquelle Beitragsbild: Bundesnetzagentur)

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