Bundesnetzagentur entscheidet über 5G-Auflagen

Die Bundesnetzagentur entscheidet über die letzten Details bei den 5G-Auflagen.  Politik, Netzbetreiber und Wirtschaft versuchen noch im letzten Moment Einfluss auf die Behörde zu nehmen. Es gibt einige Streitpunkte. Die Regulierungsbehörde hat angekündigt, alle Bedenken und Vorschläge sehr ernst zu nehmen.

In Kürze entscheidet die Bundesnetzagentur über die 5G-Auflagen. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und die Netzbetreiber versuchen noch in letzter Minute Einfluss auf die Behörde zu nehmen. Politiker von CDU, CSU und SPD fordern härtere Ausbauverpflichtungen. So sollen zum Beispiel die Bahnstrecken und Wasserwege besser mit 5G ausgebaut werden. Deutsche Telekom, Vodafone, o2 sehen es wiederum völlig anders und fordern immer wieder investitionsfreundliche Auflagen beim 4G-Nachfolger. Ginge es nach dem Wünschen der Automobilindustrie, soll es in Deutschland nach Möglichkeit ein flächendeckendes 5G-Netz für autonomes Fahren geben.

Bundesnetzagentur
Die Behörde entscheidet bald über die 5G-Auflagen (Bildquelle: Bundesnetzagentur)

Über einige Punkte wird bei den Auflagen besonders heftig gestritten. So sprechen sich die Netzbetreiber vehement gegen National Roaming aus. Eine solche Auflage würde zum Beispiel den Aufbau eines vierten Mobilfunknetzes hierzulande ermöglichen. Der neue Anbieter könnte einige Zeit kostenpflichtig das Netz der etablierten Netzbetreiber mitnutzen und nach und nach ein eigenes Mobilfunknetz aufbauen. National Roaming wird es mit großer Wahrscheinlichkeit bei 5G nicht geben. Die Bundesnetzagentur hat rechtliche Bedenken gegen eine solche Auflage.

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Ein weiterer Streitpunkt ist die Vergabe von regionalen und lokalen Frequenzen für den 4G-Nachfolger. Unternehmen wie Volkswagen, Siemens oder Bosch können bei der Auktion Anfang 2019 lokale Frequenzen erwerben, um eigene 5G-Netze aufzubauen. Telekom, Vodafone und o2 befürchten auf diese Weise eine Zersplitterung der Mobilfunklandschaft, Wirtschaftsexperten sprechen sich wiederum für solche Frequenzen aus. Mit recht großer Sicherheit werden regionale und lokale 5G-Frequenzen Anfang 2019 versteigert.

Bundesnetzagentur nimmt Vorschläge und Einwände ernst

Die Bundesnetzagentur hat bereits angekündigt, man nehme alle Bedenken und Vorschläge  sehr ernst. Die Regulierungsbehörde ist bei ihrer Entscheidung über die 5G-Auflagen unabhängig. Am Ende wird es die Behörde sicherlich nicht allen recht machen. Wichtig ist vor allem, hier sind sich Politik, Netzbetreiber und Wirtschaft einig, dass die Versteigerung Anfang 2019 stattfinden. Eine weitere Verzögerung der Auktion, die ursprünglich 2018 stattfinden sollte, darf es nicht mehr geben.

Der 4G-Nachfolger bietet in Zukunft Übertragungsraten von bis zu 20 Gbit/s und eine Latenzzeit unter 1 ms. Der Marktstart erfolgt in ersten Ländern im Jahr 2020. 5G ist vor allem für die Industrie interessant und wird Anwendungen wie autonomes Fahren, Telemedizin und Industrieroboter ermöglichen. Experten sprechen davon, dass 5G unseren Alltag digitalisieren und revolutionieren wird.

(Bildquelle Beitragsbild: © iaremenko – stock.adobe.com)

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