Bitkom: Fast jeder zweite Bürger ist gegen Mobilfunkmasten

Der Bitkom hat das Ergebnis zur Umfrage der Akzeptanz von Mobilfunkmasten präsentiert. 48 Prozent der Bürger sprechen sich gegen weitere Sendemasten aus. 43 Prozent würden gegen eine Sendestation in ihrer Nähe protestieren. Für die Netzbetreiber ist es immer schwieriger, Mobilfunkmasten zu errichten, sie stoßen häufig auf Widerstand der Bürger.

Wie steht es um die Akzeptanz von Mobilfunkmasten in Deutschland? Hierzu startete der Bitkom eine repräsentative Studie und befragte 1006 Bundesbürger ab 16 Jahre. Das Ergebnis dürfe den Netzbetreibern nicht gefallen. 48 Prozent der Bürger sprechen sich gegen weitere Sendemasten aus, während 48 Prozent dafür sind. 45 Prozent fürchten elektromagnetische Strahlung. 43 Prozent der Bundesbürger würden gegen einen Mobilfunkmast in ihrer Nähe protestieren. 42 Prozent wollen aus der Wohnung auszuziehen, wenn eine Funkantenne am Haus angebracht wird.

Bitkom
Viele Bürger führten Strahlung durch Mobilfunk (Bildquelle: © Claudia Nass – stock.adobe.com)

22 Prozent geben bei der Umfrage des Bitkom an, man sei grundsätzlich für Sendemasten, wolle jedoch keinen Mobilfunkmasten in der Nähe. Nur 33 Prozent der Bundesbürger wären bereit, ihr Grundstück für eine Sendeanlage zur Verfügung zu stellen. Bei der Studie muss man sich vor Augen halten, dass 86 Prozent der Befragten angaben, ein Smartphone zu nutzen. Der Branchenverband sieht die Umfrage vor dem Hintergrund des 5G-Ausbaus kritisch. Nach der Auffassung des Bitkom ist eine Aufklärungskampagne der Bundesregierung zum Mobilfunkausbau notwendig. Weiterhin sollen die Netzbetreiber den Dialog mit den Bürgern in den jeweiligen Gemeinden suchen.

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Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland haben zuletzt immer wieder darüber geklagt, dass die Errichtung von Mobilfunksendemasten am Widerstand der Bürger scheitert. Einige Bauprojekt der Netzbetreiber wiederum verzögern sich um Monate oder gar Jahre. So ließen sich einzelne Funklöcher nicht wie von der Politik gefordert schließen.

Bitkom: Politik muss Verschwörungstheorien entgegenwirken

Der Branchenverband ruft in seiner Presseerklärung die Bundesregierung zu einer verständlichen und breit getragenen Darstellung der Faktenlage auf. Die Politik müsse vor allem den immer stärker grassierenden Verschwörungstheorien rund um Mobilfunk entgegenwirken. Gerade zum 4G-Nachfolger kursieren einige abstruse Theorien in den Sozialen Medien. Zuletzt wurde zum Beispiel behauptet, es gebe einen direkten Zusammenhang zwischen 5G und dem Coronavirus. Die Mobilfunktechnologie soll die Verbreitung des Virus verursachen oder beschleunigen. Solche Theorien führten dazu, dass in den Niederlanden und Großbritannien 5G-Masten in Brand gesteckt wurden.

Eben solchen Theorien müsse nach der Auffassung des Bitkom die Bundesregierung mit einer Aufklärungskampagne entgegen treten. Dabei ist es durchaus fraglich, ob sich Anhänger von Verschwörungstheorien gegenüber Fakten aufgeschlossen zeigen.

(Bildquelle Beitragsbild: ©Zarathustra – stock.adobe.com)      

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Comments
  • Jutta
    Antworten

    Vielleicht unterliegen diese ca. 50% der Bürger, die gegen Mobilfunkmasten in ihrer Nähe sind, keiner Verschwörungstheorie? Was ist mit den über 1000 Ärzten die gegen die Einführung der 5G protestierten?
    Es gibt gesundheitliche Risiken (gestörte Zellbiologie, was ist mit dem massiven Vogelsterben an den Orten, an denen 5G schon existiert oder getestet wurde?
    Meinen Sie nicht, dass das verunsichert?
    Ich persönlich bin für moderne Technik, aber gegen diese Technik,, wenn sie die Gesundheit der Menschen und Tiere gefährdet.

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Mobilfunksendemast