Bentgate: Apple wusste von Biegsamkeit des iPhone 6

Erinnern Sie sich noch an Bentgate? Besonders das iPhone 6 Plus ließ sich leicht verbiegen. Wie nun interne Dokumente aus Cupertino belegen, wusste man bei Apple frühzeitig von den Problemen mit den 6er-Modellen. Interne Tests zeigten, iPhone 6 und 6 Plus ließen sich wesentlich leichter verbiegen als das Vorgängermodell.

Bentgate dürfte noch vielen Fans in Erinnerung sein. Beim iPhone 6 Plus hieß es, das dünne Smartphone würde sich besonders leicht verbiegen lassen. In den Sozialen Medien tauchten immer wieder Bilder von verbogenen iPhones auf. Das Handy verbog sich zum Beispiel in engen Hosentaschen. Apple reagierte zuerst nicht auf das Problem. Erst als es einen regelrechten Hype um bentgate in den Medien und der Werbung gab, nahm der Konzern aus Cupertino Stellung dazu. Es hieß, man hätte die Geräte nach den gleichen hohen Standards wie die Vorgängermodelle gebaut und nur eine Charge der Geräte sei von den Problemen betroffen.

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Die Reaktion von Ritter Sport auf Bentgate (Bildquelle: Twitter)

Interne Dokumente zeigen nun, Apple wusste von der Biegsamkeit des iPhone 6 und 6 Plus. Ein bentgate war damit voraussehbar und kam nicht völlig überraschend. Der Internetseite Motherboard liegen interne Dokumente aus einem Gerichtsprozess gegen den Konzern vor. Es handelt sich um Schriftstücke aus der Sammelklage gegen die Touch-Krankheit des iPhone 6. Die Dokumente verdeutlichen: Interne Tests zeigten, das iPhone 6 ließ sich 3,3 Mal leichter verbiegen als das 5s. Beim Plus-Modell war die Wahrscheinlichkeit einer unerwünschten Verbiegung sogar 7,2 Mal höher als beim Vorgängermodell.

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Apple hatte bentgate 2014 kleingeredet. Das Unternehmen hat grundsätzlich Probleme, Fehler zuzugeben. Man denke nur an Antennagate aus dem Jahr 2010. Hielt der Nutzer den Finger an eine bestimmte Stelle, ließ der Handy-Empfang deutlich nach oder kam sogar ganz zum Erliegen. Für Steve Jobs war klar, dass der Fehler nicht bei Apple liegt, vielmehr würden die Kunden das Smartphone falsch halten („You`re holding it wrong“).

Skandale und Skandälchen gehören zum iPhone dazu

Skandale und Skandälchen gehören zum iPhone dazu. Es vergeht kaum ein Jahr, ohne ein Applegate. Aktuell gibt es vermehrt Nutzerberichte über Risse in der Kamera des iPhone X. Die Schäden seien ohne Eigenverschulden der Nutzer (z.B. Sturz) entstanden, so heißt es zumindest. Aktuell gibt es nur wenige Meldungen zu dem Problem, von einem Gate ist bisher noch nicht die Rede.

Lesen Sie alles zu Antennagate, Bentgate und Notchgate: iPhone-Skandale im Überblick

(Bildquelle Beitragsbild: Apple)

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