Die 5G-Karten von Telekom und Vodafone im Vergleich

Telekom und Vodafone treiben den 5G-Ausbau voran und erreichen immer mehr Kunden. Die Netzbetreiber zeigen die Versorgung mit dem 4G-Nachfolger auf ihren Netzabdeckungskarten an. Das Infoportal 4G.de vergleicht die 5G-Karten der Anbieter. Wie informieren Telekom und Vodafone über den Ausbau der Technologie?

Die Mobilfunktechnologie der fünften Generation ist aktuell in den Medien. Deutsche Telekom und Vodafone bauen den 4G-Nachfolger immer weiter aus. Auf den Netzabdeckungskarten lassen sich die Fortschritte beim Ausbau verfolgen. Das Infoportal 4G.de vergleicht die 5G-Karten von Telekom und Vodafone. Weiterhin gehen wir der Frage nach, wann Telefónica Deutschland mit dem 4G-Nachfolger startet. Wie informieren die Netzbetreiber über den Ausbau der Mobilfunktechnologie der fünften Generation? Findet der Nutzer Angaben zur Übertragungsrate auf den 5G-Karten?

4G-5G
Der 5G-Ausbau hat bei Telekom und Vodafone begonnen (Bildquelle: ©Fokussiert – stock.adobe.com)

Bevor wir mit dem Vergleich der Netzabdeckungskarten beginnen, muss man einige grundsätzliche Worte zum 4G-Nachfolger sagen. 5G bietet in Deutschland nur in seltenen Fällen die versprochenen Übertragungsraten im Gigabit-Bereich. Die Telekom nutzt beim Ausbau aktuell 2100 MHz und bei Vodafone kommen 700 MHz zum Einsatz. Mit diesen Frequenzbändern sind keine hohen Geschwindigkeiten möglich. Gigabit-Raten sind mit 3600 MHz in Großstädten wie Düsseldorf, Berlin oder Köln möglich.

Die 5G-Karte der Deutschen Telekom

Die Telekom versorgt Mitte 2020 die Hälfte der Bevölkerung mit der Mobilfunktechnologie der fünften Generation. Die gute Versorgung mit dem 4G-Nachfolger zeigt sich auch auf der 5G-Karte des Netzbetreibers. Alle Bundesländer sind bereits mit dem Mobilfunkstandard versorgt. Auf der Netzabdeckungskarte lassen sich Ausbauschwerpunkte in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg oder Bayern erkennen. Der Netzbetreiber versorgt nach eigenen Angaben mittlerweile über 3000 Städte und Gemeinden mit dem 4G-Nachfolger.

In Berlin liegt die Übertragungsrate mit 5G bei bis zu 500 Mbit/s (Bildquelle: Deutsche Telekom)

Wer wissen möchte, ob die Telekom die Mobilfunktechnologie der fünften Generation am eigenen Wohnort ausgebaut hat, gibt seine Adresse in die Suchmaske ein. Die Netzbetreiber prüft daraufhin die 5G-Netzabdeckung und nennt die maximale Übertragungsrate. Das Infoportal 4G.de hat einige Testadressen eingegeben. In Berlin-Mitte bietet die Telekom mit dem 4G-Nachfolger bis zu 500 Mbit/s. In Städten mit etwa 100.000 Einwohnern sind bis zu 375 Mbit/s möglich. Bis zu 150 Mbit/s sind in ländlichen Regionen möglich. Gigabit-Raten sind selten.

Wer sich einen allgemeinen Überblick über den Ausbaustand bei der Telekom verschaffen möchte, kann die 5G-Karte des Netzbetreibers bis auf einzelne Straßenzüge vergrößern. Der Netzbetreiber informiert transparent über den Netzausbau. Die Netzabdeckungskarte wird regelmäßig aktualisiert.

Die 5G-Karte von Vodafone

Auch Vodafone zeigt auf seiner Karte die Abdeckung mit dem 4G-Nachfolger an. Wer die Netzabdeckungskarte aufruft, sieht eine Vielzahl von roten 5G-Symbolen. Vergrößert man die Karte, bleibt es bei den roten Symbolen. Vodafone zeigt auf seiner Netzabdeckungskarte nicht an, welche Stadtteile und Straßen der Netzbetreiber mit der Mobilfunktechnologie der fünften Generation ausgebaut hat. Gibt man eine Adresse in die Suchmaske der 5G-Karte ein, nennt Vodafone wie die Telekom die maximale Übertragungsrate mit dem 4G-Nachfolger.

In Düsseldorf sind mit 5G bis zu 1 Gbit/s möglich (Bildquelle: Vodafone)

Es hat seine Gründe, weshalb der Netzbetreiber nur rote Symbole anzeigt. Vodafone hat einzelne Städte und Gemeinden nur punktuell mit der Mobilfunktechnologie ausgebaut. Das Infoportal 4G.de musste mehrere Adresse testen, bis wir Standorte mit 5G-Verfügbarkeit ermittelt haben. Der Netzbetreiber wird die Versorgung mit dem 4G-Nachfolger bis Ende des Jahres steigern, ob die 5G-Karte dann eine Überarbeitung erfährt und transparenter wird, zeigen die kommenden Monate.

Die Netzabdeckungskarte von o2

Telefónica Deutschland hat angekündigt im Verlauf von  2020 mit der Mobilfunktechnologie der fünften Generation zu starten. Der Start soll in Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt am Main erfolgen. Bis 2021 will o2 große Teile der Städte mit 5G ausbauen. Bis Ende 2022 möchte der Netzbetreiber 16 Millionen Menschen mit der Mobilfunktechnologie versorgen. Diese Informationen liegen seit Anfang des Jahres vor. Unklar bleibt weiterhin, wann der Marktstart genau erfolgt.

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Wer sich die Netzabdeckungskarte von Telefónica Deutschland anschaut, findet keine Informationen zu einem geplanten Ausbau, von einer 5G-Karte kann bei o2 keine Rede sein. Wir vergleichen seit Jahren die Netzabdeckungskarten der Anbieter. Telefónica Deutschland hat seine LTE-Karte in den letzten Jahren nur geringfügig überarbeitet. Ruft man die Abdeckungskarte des Netzbetreibers auf, wird dem Nutzer die Netzabdeckung rund um München angezeigt. Dabei unterscheidet o2 zwischen einer Versorgung in Gebäuden und im Freien. Gibt der Kunde eine Adresse an, erhält er Informationen zur 2G, 3G und 4G. Der Netzbetreiber informiert über die Netzqualität innen und außen. In Zukunft dürften noch Informationen zur 5G-Abdeckung folgen.

Fazit 4G.de

Deutsche Telekom und Vodafone bieten ihren Kunden ganz unterschiedliche Informationen auf den 5G-Karten. Die Telekom zeigt die detaillierte Netzabdeckung mit dem 4G-Nachfolger an. Der Nutzer kann die Karte vergrößern und sieht, wie es um den Ausbau in einzelnen Stadtteilen und Straßenzügen steht. Anders sieht es bei der 5G-Karte von Vodafone aus. Der Netzbetreiber zeigt rote Symbole in Städten und Gemeinden an, wo die Mobilfunktechnologie der fünften Generation vorhanden ist. Vergrößert man die Karte von Vodafone, gibt es keine zusätzlichen Informationen. Telefónica Deutschland ist bisher nicht mit der Technologie gestartet, auf der Netzabdeckungskarte findet man keine Informationen zum geplanten Ausbau.

Wer wissen möchte, ob der 4G-Nachfolger an seinem Wohnort verfügbar ist, gibt seine Adresse in die Suchmaske der 5G-Karte an. Der Nutzer erfährt zusätzlich, welche maximalen Übertragungsraten am eigenen Wohnort möglich sind. Die Mobilfunktechnologie der fünften Generation steht in Deutschland noch in den Kinderschuhe. Bis Gigabit-Übertragungsraten möglich sind, wird noch einige Zeit vergehen.

(Bildquelle Beitragsbild: ©blackboard – stock.adobe.com)

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