5G: Die unendliche Auktion könnte bald enden

Summe der Gebote liegt bei 5,7 Mrd. Euro. Mittlerweile geht es nur um einen Frequenzblock mit 3,6 GHz, der immer wieder den Besitzer wechselt. Dies könnte sich ändern: In Runde 318  sendete 1&1 Drillisch überraschend ein Friedensangebot

Die 5G-Auktion im Mainz läuft seit dem 19. März und scheint kein Ende zunehmen. Die Versteigerung endete am Freitag mit Bieterrunde 318 und geht auch nach dem Wochenende weiter. Schon lange geht es nur noch um einen Frequenzblock im Bereich 3,6 GHz. Darum warum kämpfen die Bieter schon seit Wochen nur noch um einen Block im Bereich 3,6 GHz? Die Problematik lässt sich leicht erklären. Die Deutsche Telekom möchte 9 Blöcke, Vodafone 8 Blöcke, o2 versucht 7 Blöcke zu ergattern und 1&1 Drillisch würde sich mit 6 Blöcken begnügen. Bei der 5G-Auktion gibt es einen Bedarf von 30 Frequenzblöcken mit 3,6 GHz, es stehen aber nur 29 Blöcke zur Verfügung.

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1&1 Drillisch machte in Runde 318 ein Friedensangebot (Bildquelle: Bundesnetzagentur)

Kein Bieter möchte nachgeben und auf einen der Blöcke verzichten. Seit Wochen gibt es nun immer das gleiche Spiel. Der Teilnehmer mit dem fehlenden Block bietet auf den Frequenzblock mit dem aktuell günstigsten Gebot. In der nächsten Runde wiederholt sich dieses Spiel wieder. Überraschende Gebote von 1&1 Drillisch in Runde 318 könnten nun die 5G-Auktion bald beenden. Was passierte in der letzten Runde vor dem Wochenende? 

1&1 Drillisch mit Friedensgebot

1&1 Drillisch zog alle seine Gebote bei sechs Blöcken mit 3,6 GHz zurück. Daraufhin bot man auf die fünf günstigsten Blöcke mit 3,6 GHz und einen Block mit 2 GHz. 1&1 Drillisch könnte mit diesem Vorgehen eine Lösung bei der 5G-Auktion aufzeigen. Man verzichtet auf einen Block mit 3,6 GHz, besteht jedoch auf den Block 10A 2 GHz (2026), diesen Block hatte bisher Vodafone inne. Dieses Frequenzspektrum lässt sich erst im Jahr 2026 nutzen.

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Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland würden die gewünschte Zahl bei den 3,6 GHz-Blöcken erhalten. Die Verhältnisse bei den 2 GHZ Blöcken haben sich leicht verändert. Ist Vodafone bereit auf Block 10A zu verzichten, könnte die Auktion also schon bald beendet sein.  

Baldiges Ende der 5G-Auktion im Interesse aller Bieter

Ein baldiges Ende der Versteigerung im Mainz dürfte im Interesse aller Bieter sein. Die Auktion ist für Telekom, Vodafone, Telefónica Deutschland und 1&1 Drillisch viel teuer als geplant. Besonders die Netzbetreiber haben im Vorfeld der Versteigerung immer wieder betont, man wolle nicht Unsummen für Frequenzspektrum ausgeben und sich bei den Geboten zurückhalten.  Aufgrund dieser Aussagen gingen Experten von Einnahmen zwischen 3 bis 5 Mrd. Euro aus. 5 Mrd. Euro erschienen einigen Beobachter als zu optimistisch. Nun wissen wir, dass diese Schätzungen übertroffen wurden.

Am Montag könnte die 5G-Auktion endlich beendet sein. 1&1 Drillisch hat ein Friedensangebot gemacht, der Ball liegt nun bei den Netzbetreibern. Besonders Vodafone ist jetzt gefragt. Sollte der Düsseldorfer Netzbetreiber jedoch zum Gegenschlag ausholen, könnte sich die Versteigerung weiter in die Länge ziehen.

(Bildquelle Beitragsbild: © iaremenko – stock.adobe.com).

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