5G: Bundesnetzagentur hat keine Bedenken gegen Huawei

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Huawei wird nicht vom 5G-Ausbau in Deutschland ausgeschlossen. Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, hat keine Bedenken. Es gebe keine Beweise für Spionageaktivitäten des chinesischen Netzwerkausrüsters. Alle Ausrüster müssen sich in Zukunft an strenge Sicherheitsvorkehrungen halten.

Die Bundesnetzagentur hat keine Bedenken gegen Huawei. Der Netzwerkausrüster wird nicht vom 5G-Ausbau ausgeschlossen. Für Homann gibt es keine Beweise für Spionageaktivitäten der Chinesen, wie der Präsident der Regulierungsbehörde der Financial Times in einem Interview mitteilte. In Zukunft müssen sich grundsätzlich alle Ausrüster an strenge Sicherheitsvorgaben halten. Jede Infrastruktur für das 5G-Netz muss strenge Sicherheitstests durchlaufen. Die Netzbetreiber dürften diese Entscheidung begrüßen. Die Telekom hatte bereits vor Wochen vor einem Ausschluss der Chinesen gewarnt. Ohne Huawei würde sich der Ausbau des 4G-Nachfolgers in Deutschland um mindesten zwei Jahre verzögern.

5G Homann
Homann hat keine Bedenken gegen Huawei Bildquelle: Bundesnetzagentur)

Deutschland widersetzt sich den Forderung aus den USA, das chinesische Unternehmen vom 5G-Ausbau auszuschließen. Die Vereinigten Staaten haben gedroht bei einer Zusammenarbeit mit Huawei, den Informationsaustausch zwischen den amerikanischen und deutschen Geheimdiensten einzuschränken. Es ist zu begrüßen, dass Deutschland sich hier nicht einschüchtern lässt. Ein 5G-Ausbau ohne den chinesischen Netzwerkausrüster würde die deutschen Netzbetreiber vor große Probleme stellen.

Huawei: Trump hat uns bekannt gemacht

Die ständige Kritik von US-Präsident Trump erweist sich für das chinesische Unternehmen mittlerweile als äußerst nützlich. Nach der Auffassung von Richard Yu kennt mit einmal jeder weltweit den Konzern. In China sorgt die ständige Kritik aus den USA dafür, dass die Verbraucher nun verstärkt zu Smartphones zu Huawei greifen. Das Unternehmen möchte in diesem Jahr mehr als 250 Millionen Handys verkaufen, im letzten Jahr lagen die Verkäufe bei 200 Millionen.

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Im Jahr 2020 plant der Konzern dazu, bei den Smartphone-Verkäufen weltweit an Samsung vorbeizuziehen. Dabei hat Richard Yu Respekt von Samsung und Apple, da beide Hersteller auf innovative Produkte setzen. Von den chinesischen Herstellern wie Vivo oder Oppo geht laut Yu hingegen keine Gefahr aus, da man dort nur wenig Budget in die Entwicklung eigener Technologien stecke.

(Bildquelle Beitragsbild: Bundesnetzagentur)  

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