5G-Auktion: Telekom und Vodafone als Preistreiber?

Die 5G-Auktion wird auch an diesem Wochenende weitergehen, ein Ende ist jedoch langsam in Sicht. Dabei ließen Telekom und Vodafone in den letzten Tagen ihre Muskeln spielen. Die Netzbetreiber versuchten möglichst viele Blöcke zu ersteigern. 1&1 Drillisch und Telefónica Deutschland können finanziell nur schwer mithalten.

Auch nach knapp vier Wochen ist die 5G-Auktion in Mainz noch nicht beendet. Doch ein baldiges Ende bei der Versteigerung könnte folgen, in den letzten Runden verhielten sich die Teilnehmer recht zurückhaltend. Zwischen Runde 70 und 150 gab es ein regelrechtes Bietergefecht, dabei standen besonders die 12 Frequenzblöcke mit 2 GHz im Fokus. Vor allem die Deutsche Telekom und Vodafone ließen bei der 5G-Auktion ihre Muskeln spielen. Nach Runde 189 halten die beiden Netzbetreiber die meisten Blöcke.

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Nach 189 Runden werden fast 5,3 Mrd. Euro geboten (Bildquelle: Bundesnetzagentur)

Die Telekom konnte bei 2 GHz aktuell vier Frequenzblöcke ergattern, im Bereich 3,6 GHz sind es acht Blöcke. Vodafone hält ebenso vier Blöcke mit 2 GHz, im Bereich 3,6 GHz sind es sieben Blöcke. Im Vergleich dazu kommen Telefónica Deutschland auf 9 Blöcke und 1&1 Drillisch auf 8 Blöcke. Bei den besonders begehrten 2 GHz Frequenzen hat jeder Bieter nur zwei Blöcke. Die Frequenzblöcke haben für Vodafone (1,45 Mrd. Euro) und vor allem für die Telekom (1,69 Mrd. Euro) natürlich auch ihren Preisen. Telefónica Deutschland (1,09 Mrd. Euro) und 1&1 Drillisch (940 Millionen) liegen mit ihren Gesamtgeboten deutlich darunter.

Bieter mit deutlicher Zurückhaltung bei 5G-Auktion

Die Auktion liegt nach 189 Runden bei 5,29 Mrd. Euro. Die Versteigerung wird für die Bieter teurer als die Auktionen in den Jahren 2010 (4,4 Mrd. Euro) und 2015 (5,1 Mrd. Euro). Der Staat kann sich über höhere Einnahmen freuen, das Ergebnis übertrifft selbst optimistische Prognosen im Vorfeld. Doch für die vier Bieter dürfte mittlerweile die Schmerzgrenze erreicht sein. Seit Runde 170 wird nur noch sehr vorsichtig geboten, es gibt deutliche Signale von Zurückhaltung. Es ist durchaus möglich, dass kommende Woche die 5G-Auktion beendet ist.

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Doch man sollte vorsichtig mit solchen Prognosen sein. Am 03. April hieß es schon einmal, die 5G-Auktion steht kurz vor dem Ende und dann entbrannt ein heftiges Bietergefecht.

(Bildquelle Beitragsbild: © iaremenko – stock.adobe.com).

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