5G-Auktion überschreitet 4 Mrd. Euro

Bei der 5G-Auktion in Mainz wurde heute die Marke von 4 Mrd. Euro überschritten. Telekom, Vodafone, o2 und 1&1 Drillisch liefern sich aktuell ein echtes Bietergefecht. Besonders die Frequenzen mit 2 GHz sind begehrt. Ein Ende der Versteigerung ist nicht in Sicht. Am Ende zahlen die Kunden die Zeche.

Die 5G-Auktion in Mainz wird für die Bieter immer teurer. Die Bundesnetzagentur meldet nach 151 Bieterrunden die Summe von fast 4,1 Mrd. Euro. Telekom, Vodafone, Telefónica Deutschland und 1&1 Drillisch haben in den letzten Tagen besonders intensiv um die 12 Frequenzblöcke mit 2-GHz geboten, Beobachter sprechen hier von einem Bietergefecht. Die Blöcke mit 2 GHz bieten eine größere Reichweite als die Frequenzblöcke mit 3,6 GHz. Ein Ende der Versteigerung ist nicht in Sicht.

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Die 5G-Auktion überschreitet nun 4 Mrd. Euro (Bildquelle: Bundesnetzagentur)

Dabei stand die 5G-Auktion am 03. April schon kurz vor dem Abschluss. Das Handelsblatt meldete, die vier Bieter hätten sich weitgehenden geeinigt, es gehe nur noch um einen Frequenzblock. Zahlreiche Medien nahmen die Meldung auf, es hieß, die Auktion würde sich für den Staat mit nur 2,35 Mrd. Euro finanziell zum Flop entwickeln. Doch dann kam völlig unerwartet Bewegung in die Auktion. Einige Beobachter sprechen von einem überraschenden Gebote von o2, andere wiederum geben 1&1 Drillisch die Schuld.

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United Internet soll während der ganzen Auktion durch ein aggressives Auftreten aufgefallen sein. Viele der Gebote von 1&1 Drillisch lassen für Beobachter keine einheitliche Strategie erkennen. Es gibt sogar Spekulationen, dass United Internet die Preise nach oben treiben möchte, um dann auszusteigen.

Strategie der Netzbetreiber ist nicht aufgegangen

Ohne Zweifel kann man nach drei Wochen 5G-Auktion sagen, dass die Strategie von Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland nicht aufgegangen ist. Die Netzbetreiber wollten sich bei der Geboten zurückhalten und nicht erneut große Summe wie 2010 (4,4 Mrd. Euro) und 2015 (5,1 Mrd. Euro) für Frequenzspektrum bieten, so hatte man es im Vorfeld zumindest angekündigt. Die Auktion 2019 dürfte ebenso teuer für die Netzbetreiber werden. Am Ende zahlen die Kunden über höhere Mobilfunkpreise die Zeche.

Die Sache ist umso tragischer, wenn man bedenkt, dass die vier Teilnehmer eine große Chance verpasst haben: Die 5G-Versteigerung hätte als die günstigste Frequenzauktion der Bundesrepublik in die Geschichte eingehen können. Die Bundesregierung ließ am Freitag verlauten, man begrüße die Dynamik bei der laufenden Auktion in Mainz, es gehe den Staat jedoch nicht um Gewinnmaximierung.  

(Bildquelle Beitragsbild: © Sikov – stock.adobe.com)

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