3G: o2 nennt Termin für UMTS-Abschaltung

Das 3G-Netz wird in Deutschland bald abgeschaltet. Der Netzbetreiber o2 hat mit Ende 2022 einen konkreten Termin für die UMTS-Abschaltung genannt. Frequenzen der Mobilfunktechnologie der dritten Generation werden für LTE umgewidmet. Deutsche Telekom und Vodafone schalten 3G voraussichtlich noch früher ab.

Telefónica Deutschland hat einen konkreten Termin für die UMTS-Abschaltung genannt. Auf einer Investoren-Konferenz in London nannte Mallik Rao (Technik-Chef bei o2) Ende 2022 als konkreten Termin. Dabei zeigt ein genauer Blick in das „Strategische Update“ für Investoren von o2, dass dieser Termin angedacht ist und sich nach hinten verschieben kann. Telefónica Deutschland hat sich für einen späten Termin bei der 3G-Abschaltung entschieden. Die Deutsche Telekom nannte den 31. Dezember 2020 als Termin. Vodafone spricht von einer Abschaltung zwischen 2020 und 2021.

3G
Die 3G-Abschaltung soll Ende 2022 erfolgen (Bildquelle: istockphoto.com, Nata-Lia)

Die Termine der drei Netzbetreiber sind nicht in Stein gemeißelt und können sich nach hinten verschieben. 3G-Frequenzen werden bei o2 zunehmend für LTE umgewidmet, man spricht in diesem Zusammenhang von einem Refarming. Es gibt einen positiven Effekt für 4G-Nutzer, sie surfen mit höheren Übertragungsraten.  Kunden von o2 sollten sich keine großen Sorgen wegen einer 3G-Abschaltung machen. Telefónica Deutschland hat schon lange alle Tarife auf LTE umgestellt. Ebenso surfen Discounterkunden (Drillisch) mit 4G.

3G ist nicht mehr zeitgemäß, Kunden sollen auf 4G umstellen

In den letzten Monaten wurde die 3G-Abschaltung in den Medien immer wieder dramatisiert. Es klang so, als ob Millionen Mobilfunknutzer faktisch über Nacht nicht mehr mobil surfen könnten, weil die Netzbetreiber die UMTS-Netze abschalten. Diese Berichte wurden mit Zahlen von Bundesnetzagentur und VATM untermauert, dass zahlreiche Mobilfunknutzer heute noch immer 3G-Verträge nutzen.

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Opensignal hat diese Statistiken näher analysiert. Das britische Unternehmen kam zu dem Schluss, dass ein großer Teil der deutschen Mobilfunkkunden das Handy fast ausschließlich für Sprachtelefonie nutzt und nur selten für mobiles Surfen. Wer sein Smartphone für Telefonie (2G) nutzt, ist von der 3G-Abschaltung nicht betroffen. Eine solche Abschaltung erfolgt dazu nicht überraschend, sondern wird von den Netzbetreibern lange vorbereitet. Hierzu gehört eine Öffnung des LTE-Netzes für immer mehr Drittanbieter, wie wir es in den letzten zwei Jahren bei Telekom und Vodafone beobachten können.

Wer heute noch einen 3G-Vertrag hat, hat Ende 2019 eine große Auswahl an günstigen LTE-Anbietern. Ein Umstieg ist mehr als erforderlich. UMTS, HSDPA und HSPA sind heute einfach nicht mehr zeitgemäß. Die Netzbetreiber haben mit 5G die nächste Mobilfunkgeneration eingeläutet und 4G hat längst den Massenmarkt erreicht.

(Bildquelle Beitragsbild: Telefónica Deutschland)     

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