1&1 Netzausbau: Was passiert mit den Bestandskunden?

1&1 hat angekündigt zum Netzstart die o2-Kunden zu migrieren und nimmt ab diesem Zeitpunkt mehr keine Neukunden an. Kunden im D-Netz sind von dem Wechsel nicht betroffen. Die Kunden im Netz von o2 werden von den Änderungen bei der SIM-Karte, der Over the Air (OTA) erfolgt, nicht viel mitbekommen.

1&1 beginnt im vierten Quartal 2021 mit dem Netzausbau. Der japanische Konzern Rakuten übernimmt den Netzausbau. Was erwartet nun die Bestandskunden des Resellers? Das Fachportal inside digital berichtet über die Pläne des Unternehmens aus Montabaur, laut CEO Dommermuth werden o2-Kunden (auch Nutzer der Drillisch Discounter) ins neue Netz migriert: „Wir werden ab diesem Tag, an dem wir unser Netz freischalten und das National Roaming anbieten können keinen Kunden mehr als virtueller Netzbetreiber im Netz der Telefónica schalten.“ (Quelle: inside digital). Ebenso nimmt man zu diesem Zeitpunkt mehr keine neuen Kunden als MVNO an. Für die Nutzer im D-Netz (Vodafone) ändert sich nichts.

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1&1 wird alle o2 Kunden migrieren (Bildquelle: 1&1 Drillisch)

Die Bestandskunden dürfen den Wechsel bei 1&1 kaum merken. Auf der SIM-Karte wird ein zweites Profil angelegt, der Wechsel erfolgt über Over the Air (OTA). Kunden erhalten eine SMS, das Smartphone führt den Wechsel automatisch durch. Befindet sich der Kunden im Netz des vierten Netzbetreibers, wählt sich das Handy dort automatisch ein, sonst kommt National Roaming  von Telefónica Deutschland zum Einsatz. Dieser Netzwechsel spielt vor allem aus Abrechnungsgründen für 1&1 eine Rolle.

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Bis es soweit ist, wird noch einige Zeit vergehen. Ralf Dommermuth rechnet mit einem Start des eigenen Netzes Ende 2022 oder Anfang 2023.

1&1 steht vor Herausforderungen

Mancher Beobachter sieht den Start eines vierten Netzbetreibers in Deutschland kritisch. Ohne Zweifel steht das Unternehmen aus Montabaur vor großen Herausforderungen. Einmal muss man für den Netzausbau viel Geld in die Hand nehmen.  Bis zum Jahr 2030 rechnet zum Beispiel nur das japanische Unternehmen Rakuten mit 2,3 Mrd. Euro als Einnahmen. Auch der Netzausbau stellt 1&1 vor schwere Aufgaben. So soll der neue Netzbetreiber bestimmte Auflagen der Bundesnetzagentur erfüllen. Bereits Ende 2022 muss der neue Netzbetreiber 25 Prozent der Bevölkerung mit Mobilfunk versorgen.

Auch die nächste Frequenzversteigerung steht bereits in den Startlöchern. 2025 versteigert die Bundesnetzagentur die 800-MHz-Frequenzen, hier fließen ohne Zweifel einige Millionen, wenn nicht Milliarden in die Staatskasse. Auch diese Kosten muss 1&1 stemmen, schließlich kann der neue Netzbetreiber auf das Frequenzspektrum nicht verzichten.

(Bildquelle Beitragsbild: 1&1 Drillisch)

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