1&1 Drillisch bekommt Zugang zum 5G-Netz von o2

Über den Zugang der MVNO zum 5G-Netz wurde in den letzten Tagen viel diskutiert. Reseller und Mobilfunkdiscounter fordern einen sicheren Zugriff auf die Netze des 4G-Nachfolgers. Dabei wird übersehen, dass 1&1 Drillisch in jedem Fall die kommende Mobilfunktechnologie nutzen kann, dies ist mit o2 vertraglich geregelt.

Reseller und Mobilfunkdiscounter fordern einen garantierten Zugang zum 5G-Netz. Mit diesen Anliegen wandten sich die MNVO kürzlich an Verkehrsminister Scheuer. Auch der Chef des Bundeskartellamts machte sich diese Woche für einen Zugang der Resellern und Discounter zum 4G-Nachfolger stark. Bei der aktuellen Diskussion wird übersehen, dass ein Anbieter wie 1&1 Drillisch bereits einen sicheren Zugriff auf das 5G-Netz von Telefónica Deutschland hat. Die Kollegen von Golem.de erinnern daran, dass 1&1 Drillisch nicht nur das LTE-Netz von o2 nutzen kann, sondern auch einen vertraglich zugesicherten Zugriff auf den 4G-Nachfolger hat.

5G-Netz
1&1 Drillisch bekommt einen Zugang zu 5G (Bildquelle: © iaremenko – stock.adobe.com)

Was sind die Hintergründe dieser Vereinbarung? Bei der Fusion von o2 und E-Plus im Jahr 2014 hat sich Telefónica Deutschland verpflichtet, bis zu 30 Prozent ihrer Netzkapazitäten an Drillisch abzugeben. Der Anbieter vermarktet seit einigen Jahren LTE-Tarife im o2-Netz. Neben einen Zugriff auf LTE kann 1&1 Drillisch auch die Nachfolgetechnologie 5G nutzen.

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Einen Zugang zu 5G bestätigte United Internet Golem.de auf Anfrage: „Im Vertrag von 1&1 Drillisch mit Telefónica steht, dass wir genauso gestellt werden wie Telefónica und Zugriff auf maximal 30 Prozent des Netzes haben, inklusive aller Neuerungen. Das bezieht sich auch auf 5G.“ (Quelle: Golem.de)

Viel Aufregung rund um 5G

Aktuell berichten die Medien intensiv über den 4G-Nachfolger. So wird über die Frage diskutiert, ob MNVO einen Zugang zu 5G bekommen oder wie wichtig eine Verpflichtung zum National Roaming ist. Bei aller Aufregung darf man nicht übersehen. Bis der 4G-Nachfolger zur Realität für Verbraucher wird, vergehen noch Jahre. Anfang 2019 findet die Frequenzauktion statt. Mit dem Ausbau beginnen die Netzbetreiber ab dem Jahr 2020.

Richtig ist jedoch auch: Die Weichen für die Mobilfunktechnologie werden im Jahr 2018 gestellt. Die Auflagen der Bundesnetzagentur für die Netzbetreiber entscheiden über die Zukunft von 5G und auch vieler Anbieter. Bekommen die MVNO einen Zugang zum 4G-Nachfolger? Wird National Roaming einen vierten Netzbetreiber in Deutschland ermöglichen? So ist nur zu verständlich, dass das Thema 5G aktuell so intensiv diskutiert wird.

(Bildquelle Beitragsbild: © Sikov – stock.adobe.com)

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