1&1: 5G-Marktstart erst 2021

Bei 1&1 verzögert sich der 5G-Ausbau, ein Marktstart mit dem 4G-Nachfolger ist nicht vor 2021 zu erwarten. Gründe hierfür sind schleppende Verhandlungen beim National Roaming. Laut Ralph Dommermuth hätten es hier die Netzbetreiber nicht eilig. Die Coronakrise macht dazu die Ausbauplanung noch schwerer.

Bei 1&1 verzögert sich der 5G-Ausbau. Ein Marktstart mit dem 4G-Nachfolger dürfte erst 2021 erfolgen. Laut United Internetchef Ralph Dommermuth verzögern die schleppenden Verhandlungen mit den Netzbetreibern um National Roaming den 5G-Ausbau. Bevor 1&1 überhaupt an mit einem eigenen Netz starten kann, ist man auf die Kooperation mit den Netzbetreibern angewiesen und braucht einen Zugang zu den Netzen. Doch Telekom, Vodafone und o2 haben es hier nicht eilig. Offenbar möchte man einen vierten Konkurrenten möglichst lange verhindern.

1&1
1&1 ist auf National Roaming angewiesen (Bildquelle: © Zarathustra – stock.adobe.com)

Um eine Vorstellung davon zu haben, wie sich die Verhandlung  bei National Roaming verzögern, nannte Dommermuth den September 2019 als eigentlichen Termin für ein erfolgreiches Verhandlungsende. Die Netzbetreiber wiederum argumentieren, dass es sich um komplizierte Verhandlungen mit 1&1 handele und finanzielle Fragen geklärt werden müssen. Bereits Anfang März hatte Dommermuth darüber geklagt, dass die Verhandlung beim National Roaming ins Stocken geraten sind. Besonders die Telekom stand im Fokus der Kritik des CEO von United Internet.

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Die Deutsche Telekom wies damals diese Vorwürfe zurück und sprach davon, dass National Roaming „kein Standartprodukt“ sei und „vollständig neu konzipiert werden“ müsse, wie der Spiegel berichtete. Dommermuth hofft mittlerweile auf den guten Willen der Netzbetreiber bei den Verhandlungen. Solange die Frage um National Roaming nicht geklärt ist,  ist bei 1&1 keine Entscheidung möglich, mit welchem Netzwerkausrüster man zusammenarbeitet

Coronavirus verzögert 5G-Ausbau

Das grassierende Coronavirus stellt ein weiteres Problem für 1&1 beim Netzausbau dar, wie das Handelsblatt berichtet. Für das Verlegen neuer Glasfasertrassen sind zum Beispiel Genehmigungen notwendig, doch viele Bauämter sind zurzeit geschlossen. Telekom, Vodafone und o2 dürfte es hier nicht anders ergehen.

Schlimmer trifft es aktuell die österreichischen Netzbetreiber. Im April 2020 sollte die Versteigerung weiterer Frequenzen stattfinden. Nun wird die 5G-Auktion verschoben, bis die Coronakrise überwunden ist. Ein neuer Termin steht noch nicht fest, die Versteigerung soll jedoch nicht vor dem Sommer stattfinden. Experten befürchten bereits, dass Österreich beim Ausbau des 4G-Nachfolgers zurückfallen könnte.

(Bildquelle Beitragsbild: United Internet)

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Comments
  • City Immobilienmakler
    Antworten

    Hallo Marius. Vielen Dank für die Informationen.
    Ich denke wir überleben noch alle bis 2021. Auch hier hat Corona seine Finger im Spiel. Das sollte allerdings kein Problem für unsere Gesellschaft darstellen.
    Liebe GRüße

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