Ein LTE-Surfstick ermöglicht das mobile Surfen mit einem Laptop. Mitte 2011 gab es nach dem Start von T-Mobile in Köln die ersten 4G-Surfsticks auf dem deutschen Markt. An Bedeutung hat die LTE-Hardware erst 2012 gewonnen, nachdem LTE in immer mehr Städten angeboten wird. Im Jahr 2011 dominierten noch LTE-Router als stationäre Endgeräte, da sich die Netzbetreiber auf den LTE-Ausbau auf dem Land konzentrierten.

LTE-Sticks von Samsung und Huawei

Samsung GT 3740 von Vodafone, Bildquelle: vodafone.de

Der erste LTE-Surfstick in Deutschland war der Samsung GT 3740, welchen Vodafone jedoch ausschließlich mit seinen Tarifen für Zuhause ausliefert. Der 4G-Surfstick funktioniert nur im 800-MHz-Frequenzbereich, bietet Übertragungsraten von bis zu 50 Mbit/s und ist mit allen Mobilfunknetzen kompatibel.

Für das mobile Surfen in der Stadt bieten T-Mobile und Vodafone den LTE-Stick Huawei E 398. Dabei zeigt ein Vergleich von beiden 4G-Surfsticks, dass die Netzbetreiber unterschiedliche Modellvarianten mit ihren LTE-Tarifen ausliefern. Bei der Deutschen Telekom erhält man das Modell Huawei E398-u15, welchen T-Mobile LTE Speedstick nennt. Der LTE-Surfstick unterstützt alle drei in Europa verwendeten Frequenzbereiche.

LTE-Stick Huawei E 398

Huawei E398 von T-Mobile

Die Konkurrenz aus Düsseldorf liefert den Vodafone K5005 (Huawei E398 V2) aus, der die Frequenzbereiche 800-MHz und 2600-MHz nutzen kann. Vodafone baut die Städte im 2600-MHz-Bereich aus, während man bei T-Mobile auf die 1800-MHz-Frequenzen setzt. In beiden Frequenzbereichen ist mobiles Highspeed-Internet bis 100 Mbit/s möglich. Ab Juli 2012 bietet o2 seine mobilen 4G-Tarife mit LTE-Surfstick von ZTE an.

LTE-Surfsticks mit Test

Nachdem T-Mobile im April 2012 mit LTE in München, Hamburg, Leipzig und Bonn startete, haben mehrere Reaktionsteams die aktuelle LTE-Hardware von Huawei einem Test unterzogen. Die Installation des Endgeräts an einem Laptop verlief problemlos und einfach. Ausschließlich die Redakteure von Computerwoche bemängeln, dass man vor der Installation des Huawei E398 die Software von USB-Sticks anderer Mobilfunkanbieter deinstallieren muss.

Die Redakteure von Chip.de und Computerwoche haben unabhängig voneinander 4G mit dem LTE Speedstick von T-Mobile in München getestet, dabei kamen beide mit Übertragungsraten im Download um die 25 Mbit/s zu vergleichbaren Ergebnissen. Interessant ist, dass je nach Standort die Geschwindigkeit erheblich schwanken kann. Chip.de erreichte in Upload an einem Standort 8 bis 9 Mbit/s mit dem LTE-Surfstick. Nur 50 Meter weiter waren es im Schnitt 25,8 Mbit/s. Die Tests fanden in weitgehend leeren Funkzellen statt, bei voll ausgelasteten Zellen kann man etwa Übertragungsraten von 10 bis 15 Mbit/s erwarten.

Der Huawei E398 funktioniert mit 2G, 3G und 4G, wodurch man das Mobilfunknetz problemlos wechseln kann. Die Netzbetreiber bauen im Regelfall zuerst das Zentrum in den Städten mit LTE aus, wodurch man mit dem LTE-Surfstick in den äußeren Stadtteil mit 3G oder 3.5G surft.

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LTE-Surfstick ohne Vertrag

Wenn man den 4G-Surfstick eines Netzbetreibers nutzt, verlangt der Anbieter einen zusätzlichen Betrag für die LTE-Hardware. Bei T-Mobile zahlt man aktuell 10 Euro mehr nur für das mobile Endgerät. So kann es Sinn machen, sich einen LTE-Surfstick ohne Vertrag zu kaufen, was sich langfristig auszahlt. Den Huawei E398 gibt es in der Modellvariante von Vodafone ab etwa 80 Euro im Internet.

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Comments
  • christoph redetzky
    Antworten

    habe einen o2lte stikmf821d. brauche ein komplett Antenne. für ihnen oder ausen . kann mir einer eine empfehlen, danke..

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