LTE Netz in Deutschland mit 4 Betreibern

Vier Netzbetreiber LogosDas LTE Netz wird in Deutschland von vier Mobilfunkanbietern betrieben. Dazu gehören die Deutsche Telekom/T-Online, Vodafone, o2 und E-Plus. Die ersten drei Betreiber bieten seit 2011 die ersten Tarife für 4G an. Vodafone startete mit dem ersten 4G Tarif im März, die Deutsche Telekom folgte nur einen Monat später. Bei o2 bietet man den ersten LTE Tarif seit Anfang Juli an.

Beim Betreiber E-Plus testet man noch das LTE Netz in verschiedenen Frequenzbereichen. E-Plus möchte laut einigen Aussagen 4G erst auf den deutschen Markt bringen, wenn die Mobilfunktechnologie ausgereift sei und ausreichend LTE Endgeräte für den Massenmarkt erhältlich seien.

Frequenzversteigerung für das LTE Netz im Jahr 2010

Die Frequenzen für das LTE Netz wurden von April bis Mai 2010 an 27 Auktionstagen in Mainz versteigert. Insgesamt brachte die Versteigerung der Frequenzblöcke für 4G eine Summe von 4,4 Mrd. Euro ein. Zum Vergleich: Die Versteigerung für die UMTS Lizenzen im Juli/August 2000 brachte dem deutschen Finanzminister Eichel umgerechnet 50 Mrd. ein. Bei den Investitionen ins LTE Netz waren die Mobilfunkanbieter wesentlich zurückhaltender.

Im LTE Netz wurden Frequenzen im Bereich von 800 MHz, 1,8 GHz, 2 GHz und 2,6 GHz versteigert. Im Einzelnen wurden Frequenzblöcke in unterschiedlicher Anzahl von den vier Betreibern ersteigert (->pdf).

Anbieter

Frequenzblöcke

Kosten

Vodafone

12 Blöcke

1.422.503 Euro

o2

11 Blöcke

1.378.605 Euro

Deutsche Telekom

10 Blöcke

1.299.893 Euro

E-Plus

8 Blöcke

283.645 Euro

(Tabelle: LTE Frequenzversteigerung 2010, Quelle: Bundesnetzagentur)

E-Plus ersteigerte als einziger Anbieter keine Frequenzen aus der Digitalen Dividende in den 800 MHz-Bereichen, welche die Deutsche Telekom, Vodafone und o2 zur Schließung der Weißen Flecken auf dem Lande nutzen. Die 800 MHz-Frequenzen spielen aufgrund ihrer großen Reichweite eine wichtige Rolle im LTE Netz.

Eine Basisstation im Bereich von 800 MHz hat im Durchschnitt einen Durchmesser von sechs Kilometern, während eine LTE Funkzelle im Bereich 2600 MHz einen Durchmesser von 600 Metern bietet. Basisstationen im 2600 MHz-Bereich sind insbesondere für das LTE Netz in Städten und Ballungsgebieten gedacht, hier müssen die Sendemasten wegen der hohen Nachfrage nach 4G ohnehin dichter stehen. Ganz ohne 800 MHz wird es im LTE Netz in den Städten nicht gehen, da diese Frequenzen besonders gut Gebäude durchdringen können.

4G Ausbau im LTE Netz geht schnell voran

Der Ausbau im LTE Netz schreitet in Deutschland schnell voran. Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass die Betreiber ihre Verpflichtungen zur Schließung der Weißen Flecke auf dem Land bereits im Jahr 2013 erfüllt haben. Damit geht der Ausbau von 4G viel schneller als der Netzausbau von UMTS voran. Dabei wird es wie auch bei UMTS und HSDPA beim LTE Netz der vier Betreiber bleiben. Denkbar ist es natürlich, dass andere Anbieter die bereits vorhandene Infrastruktur nutzen. Der erste Anbieter der 4G auf diese Weise mit zwei Tarifen nutzte, war 1&1 im LTE Netz von Vodafone.

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